Weitreichende Entscheidungen
für Unternehmer/-innen
Wir begleiten Inhaber/-innen, Gesellschafterkreise und Unternehmerfamilien bei Entscheidungen, die ihr Unternehmen und Leben über Jahre prägen.
Wir haben selbst Unternehmen gegründet, geführt, getrennt, verschmolzen, beendet und übergeben.
Vielleicht kennen Sie das
- Im Gesellschafterkreis wollen die einen wachsen, jemand möchte alles so lassen wie es ist und andere möchten verkaufen, aber niemand spricht es offen aus.
- Die Nachfolge muss geregelt werden. Das Gespräch mit Ihren Kindern schieben Sie seit zwei Jahren vor sich her.
- Der Gesellschafterkreis ist uneins, wie mit einer Personalie, einer Investition, einer organisatorischen Frage oder der inhaltlichen Ausrichtung umgegangen werden soll.
- Ihre angestellte Geschäftsführerin macht gute Arbeit. Trotzdem greifen Sie ein und ärgern sich hinterher über sich selbst.
- Das Unternehmen bestimmt Ihren Kalender, Ihre Abende und die Gespräche am Küchentisch.
- Nach einem Todesfall oder einem Ausstieg tragen Sie plötzlich Verantwortung, die Sie sich nicht ausgesucht haben.
- Sie spüren, dass Sie etwas anderes wollen, und wissen nicht, was aus dem Unternehmen wird, wenn Sie gehen.
- Sie bekommen kein ehrliches Feedback, man sagt Ihnen, was Sie vermeintlich hören wollen.
Oft geht es dabei um eine Entscheidung, deren Folgen weit über das nächste Geschäftsjahr hinausreichen. Im Unternehmen allein lässt sie sich selten klären, denn Ehe, Geschwister, langjährige Freundschaften und die eigene Kraft stehen mit auf dem Spiel.
Worum es gehen kann
Gesellschafterkreis und Familie. Gesellschafter*innen wollen nicht mehr dasselbe, Werte driften auseinander oder alte Konflikte bestimmen jede Sitzung. Wir klären mit Ihnen, was jede*r Einzelne will und was Sie gemeinsam noch tragen.
Übergänge und Nachfolge. Die nächste Generation soll übernehmen, Führungskräfte oder Mitarbeitende wollen Anteile, Sie wollen loslassen und schaffen es nicht so richtig. Wir begleiten Übergebende und Übernehmende, einzeln und gemeinsam. Den Verkauf an die eigene Belegschaft haben wir selbst vollzogen.
Unternehmen und Führung. Das Unternehmen braucht eine neue Richtung oder die Zusammenarbeit mit der angestellten Geschäftsführung knirscht. Wir arbeiten an Rollen, Erwartungen und der Frage, wer was entscheidet.
Person und Lebensentwurf. Überlastung ist zum Dauerzustand geworden, Privates und Unternehmerisches laufen ineinander. Wir unterstützen Sie dabei, Abstand und Handlungsfreiheit zurückzugewinnen.
Wo sich die Kreise überlagern
Unternehmen, Eigentum, Familie und Sie selbst folgen jeweils eigenen Regeln. Im Unternehmen zählt Leistung, in der Familie Zugehörigkeit, im Gesellschafterkreis Kapital und Stimmrecht. Weitreichende Entscheidungen liegen fast immer dort, wo sich diese Kreise überlagern und dort reichen die Regeln eines einzelnen Kreises nicht aus.
Stichworte: Unternehmens-Nachfolge, Führungs-Nachfolge, Gesellschafterversammlung, Gesellschafter-Konflikte, Familienunternehmen, Unternehmerfamilien, Generationenfolge, Mitarbeiterbeteiligung, Unternehmens-Verkauf, angestellte Geschäftsführung, strategische Entscheidungen, Lebensentwürfe.
Warum wir
Wir kennen Unternehmertum aus eigenem Erleben. Bernd Oestereich gründete 1998 die oose Innovative Informatik und führte sie zwölf Jahre lang als Geschäftsführer. Claudia Schröder war dort ab 2006 CFO und Gesellschafterin. Ab 2006 haben wir die Geschäftsführung schrittweise abgegeben, ab 2010 die Führung an die Kolleg*innen übergeben und 2014 das Unternehmen an die Mitarbeitenden verkauft (es läuft bis heute).
In den letzten 25 Jahren haben wir verschiedene Unternehmen und Organisationen mitgegründet, wieder aufgegeben, als Mehrheits- oder Minderheitsgesellschafter, wirtschaftliche, juristische, strategische und menschliche Krisen erlebt.
Wir wissen deshalb, wie schwer Loslassen fällt, was unausgesprochene Erwartungen zwischen Gesellschafter*innen kosten und wie stark private Fragen in unternehmerische Entscheidungen hineinwirken.
Seit 2016 begleiten wir als Werkstatt für Kollegiale Führung Unternehmen und Unternehmer*innen. Wir sind systemisch ausgebildete Berater*innen und Coaches, in Konfliktbearbeitung und Aufstellungsarbeit geschult und arbeiten mit regelmäßiger Supervision.
Wie wir arbeiten
- Vertraulich. Was Sie uns anvertrauen, bleibt bei uns. Auf Wunsch schließen wir eine Vertraulichkeitsvereinbarung.
- Allparteilich. Im Gesellschafterkreis vertreten wir keine Partei. Jede Stimme bekommt Raum, auch die leise.
- Ihre Entscheidung. Wir moderieren, strukturieren, fragen nach und machen Interessen sichtbar. Entscheiden tun Sie.
- Unbequem, wo es nötig ist. Wir stellen auch unangenehme Fragen, formulieren unbequeme Thesen und weisen auf blinde Flecken hin. Wo wir eingeübte Leugnungen vermuten, hinterfragen wir sie.
- Mit Platz für Privates. Familie, Gesundheit und Lebenspläne gehören auf den Tisch, wenn sie die Entscheidung beeinflussen.
- Immer zu zweit. In jeder Begleitung arbeiten wir gemeinsam, denn wir haben komplementäre Perspektiven und Fähigkeiten. Bei Bedarf holen wir Kolleg*innen aus unserem Netzwerk dazu, etwa für eine Mediation.
Ablauf
Vertrauliches Erstgespräch
Sie schildern Ihr Anliegen, wir sagen Ihnen offen, ob und wie wir helfen können inkl. voraussichtlicher Dauer und Kosten.
Auftragsklärung
Wer ist beteiligt, was soll anders werden, woran merken Sie am Ende, dass sich die Arbeit gelohnt hat? Bei mehreren Beteiligten sprechen wir mit allen.
Arbeitsphase
Einzelgespräche, gemeinsame Sitzungen oder eine Klausur, je nach Anliegen. Wir moderieren Arbeitstreffen, strukturieren Klärungsbedarfe, sorgen dafür, dass alle Stimmen zu Wort kommen, leiten zum aktiven Zuhören an und achten darauf, dass die Beteiligten einander tatsächlich verstehen.
Entscheidung und Umsetzung
Wir halten Ergebnisse und Vereinbarungen fest und begleiten die ersten Schritte. Nach beispielsweise drei Monaten prüfen wir gemeinsam Wirkungen und Veränderungen.
Kontakt
Ein erstes Gespräch verpflichtet zu nichts. Schreiben Sie uns zunächst gerne ein paar Zeilen (kontakt@kollegiale-fuehrung.de) zu Ihrem Anliegen. Schlagen Sie 2 – 3 Terminoptionen für ein Erstgespräch vor.
Claudia Schröder
Systemische Organisationsentwicklerin, Beraterin, Trainerin, Coach und Autorin mit Erfahrung als Unternehmerin und Aufsichtsrätin seit 2002.
Bernd Oestereich
Impulsgeber für kollegial geführte Organisationen mit Erfahrung als Unternehmer seit 1998. Sprecher und Autor international verlegter Bücher.
Referenzen
Nennen wir Ihnen gerne im Erstgepräch.
Allgemeine Stimmen und Rückmeldungen zu unserer Arbeit finden Sie auf der Startseite.
Häufig gestellte Fragen
Ist das Coaching oder Beratung? Beides, je nach Anliegen. Zu Recht, Steuern und Unternehmensbewertung beraten wir nicht, wir können aber auf Wunsch Fachleute dazu einbinden.
Können Familienmitglieder teilnehmen? Ja. Partner*innen, Kinder oder Geschwister kommen zu einzelnen Sitzungen dazu, wenn alle Beteiligten das wollen.
Arbeiten Sie immer zu zweit? Ja, grundsätzlich sind wir beide dabei, in bestimmten Situationen möglicherweise auch einzeln. Erfordert das Anliegen zusätzliche Kompetenz, etwa eine Mediation, holen wir erfahrene Kolleg*innen aus unserem Netzwerk dazu.
Wo finden die Gespräche statt? Wir beginnen normalerweise in Präsenz, bei Ihnen oder an einem neutralen Ort, später arbeiten wir bedarfsweise auch online.
Wie lange dauert eine Begleitung? Manchmal hat unsere Kundschaft schon nach dem ersten Treffen ausreichend Impulse oder Einsichten gewonnen, die erstmal verdaut oder umgesetzt werden müssen. Bei Nachfolgethemen begleiten wir eher über Monate oder Jahre, anfangs stärker, später punktuell.
Was kostet das? Das beantworten wir individuell.
Ist das eine Therapie? Nein. Wenn persönliche Belastungen eine therapeutische Begleitung brauchen, sagen wir Ihnen das offen.
Arbeiten Sie nur für Inhaber*innen? Das ist unser Schwerpunkt, wir wurden aber auch schon von der angestellten Geschäftsführung, von Stiftungen oder Vereinen beauftragt.
Wo arbeiten Sie? Wir arbeiten von Hamburg aus im ganzen deutschsprachigen Raum.
Weitere häufig gestellte Fragen
Was tun, wenn sich Gesellschafter nicht einigen können? Wir beginnen mit dem Zuhören und Verstehen als notwendige Basis. Oft verwenden wir gleiche Begriffe oder meinen, einander zu verstehen, meinen aber etwas anderes. Dazu gehören die eigenen Beweggründe ebenso wie das, was das mit den anderen macht. Wenn Missverständnisse geklärt sind, klären wir, sofern noch notwendig, die Art und Stufe des Konfliktes und ob und wo/wie sie überhaupt zu lösen sind.
Wann sollte man die Nachfolge im Familienunternehmen angehen? Deutlich bevor sie dringend wird. Der gesamte Prozess zieht sich meistens über 3 – 7 Jahre, selten geht es schneller, oft braucht es mehr als einen Versuch. Ein guter Zeitpunkt für ein erstes Gespräch ist erreicht, wenn Sie merken, dass Sie das Thema vor sich herschieben.
Wie finde ich als Inhaberin oder Inhaber meine Rolle neben einer angestellten Geschäftsführung? Manchmal fehlt schon eine klare Vereinbarung, wer was entscheidet. Oft fehlt eine ordentliche Klärung und Reflexion der neuen Rollen. Darüber hinaus brauchen die beteiligten Parteien ein Grundverständnis der sozialen Systemprinzipien, die im Hintergrund wirksam sind, die nicht geleugnet werden dürfen und die erklärbar machen, wo Würdigungen oder Demut fehlen, Anerkennungen und Respekt offen sind.
Wie läuft ein Verkauf des Unternehmens an die Mitarbeitenden ab? Ein Standardverfahren gibt es dafür nicht und die Fragen sind kompliziert und komplex. Das Wichtigste ist deswegen, neben all den Fachfragen den Klärungs- und Aushandlungsprozess auf der Metaebene bewusst zu gestalten und nicht aus den Augen zu verlieren. Wir haben unser eigenes Unternehmen, die oose Innovative Informatik, 2014 an die Mitarbeitenden verkauft.